Veranstaltungen
Jahreshauptversammlung
Die Jahreshauptversammlung findet im ReichenhallMuseum, Getreidegasse 4, statt.
Alle Tagesordnungspunkte werden rechtzeitig als Einladung im „Reichenhaller Tagblatt“ veröffentlicht. (Wünsche und Anträge sind bis spätestens 04.02.2026 schriftlich beim Verein für Heimatkunde Bad Reichenhall und Umgebung e.V., Untersbergstraße 2, Bad Reichenhall einzureichen).
Tagesordnung
1. Begrüßung und Totenehrung
2. Bericht über das Vereinsjahr 2025
3. Rechenschaftsbericht der Kassierin und Bericht der Kassenprüfer
4. Aussprache und Entlastung der Vorstandschaft
5. Ehrungen
6. Vorschau auf Projekte und Veranstaltungen im Jahr 2026
7. Wünsche und Anträge (sind bis spätestens 04.02.2026 schriftlich beim Verein für Heimatkunde Bad Reichenhall und Umgebung e.V., Untersbergstr. 2 Bad Reichenhall, einzureichen)
Freitag
- 6. Februar 2026
- 19:30 Uhr
- ReichenhallMuseum
Vortrag: Das Flüchtlingslager Piding – Große Zeitgeschichte in einem kleinen Ort
Loris Franz, BA, MA, Historiker
Der Zweite Weltkrieg löste Fluchtwellen in bisher ungekannter Dimension aus. Millionen von Menschen verloren ihr Zuhause. Die Koordinierung der Flüchtlingsströme durch Behörden und Organisationen rückte dabei bisher kaum gekannte Orte in den Fokus der Öffentlichkeit. Aufgrund der günstigen Lage wurde in der damals kleinen Landgemeinde Piding an der bayerisch-österreichischen Grenze ein Flüchtlingslager errichtet, das zwischen 1945 und 1962 Anlaufpunkt für Gestrandete unterschiedlichster Herkunft wurde. Im „Grenzdurchgangslager“ wurden Menschen akut versorgt und Papiere für die Weiterreise ausgestellt. In einem Wohn- und Industrielager wurde versucht, durch die Ansiedelung von Gewerbebetrieben neue Erwerbsmöglichkeiten zu schaffen. Das Lager Piding bildet mit seinen unterschiedlichen Aufgaben vielfach die Zusammenhänge und Widersprüche der Flüchtlingsdiskussion nach 1945 ab und prägt den Ort bis in die Gegenwart.
Eintritt frei, Spenden erbeten!
Mittwoch
- 18. Februar 2026
- 19:30 Uhr
- ReichenhallMuseum
Vortrag: Die Metropoliten und ihre Suffragane. Phänomene – Entwicklungen – Befunde
Prof. Rainald Becker, Universität Augsburg
Das Verhältnis zwischen einem Erzbischof (Metropolit) und den ihm untergebenen Bischöfen (Suffraganen) bestimmte während des gesamten Mittelalters und der Frühen Neuzeit zu einem guten Teil die Innenpolitik des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. In der großen bayerischen Kirchenprovinz residierte der zuständige Erzbischof in Salzburg, während die Bischöfe von Regensburg, Passau, Freising und Brixen den darin befindlichen Diözesen zugeordnet waren. Später kamen – eine Salzburger Besonderheit – die so genannten „Eigenbistümer“ Gurk, Chiemsee, Seckau und Lavant hinzu – Zwergbistümer, in denen der Salzburger Metropolit die Auswahl, Einsetzung und Weihe der dortigen Bischöfe selbst vornehmen durfte. Der öffentliche Abendvortrag ist Teil eines in Bad Reichenhall stattfindenden Symposiums, das vom Wissenschaftsprojekt „Germania Sacra“ ausgerichtet wird. Dieses erschließt die Quellen der Kirche des Alten Reiches und bereitet das überlieferte Material in Handbuchformat auf. Es stellt die Kirche und ihre Institutionen von den Anfängen der deutschen Bistümer bis zu deren Auflösung am Beginn des 19. Jahrhunderts epochenübergreifend dar.
Eintritt frei.
Freitag
- 27. Februar 2026
- 18:30 Uhr
- ReichenhallMuseum
Vortrag: Die Alm an der Grenze. Geschichte der Zehnkaseralm auf dem Untersberg – Wiederholung von 2025
PD Dr. Johannes Lang, Historiker und Stadtheimatpfleger
Ein Almrechtestreit rief den Referenten vor rund 15 Jahren auf den Plan, sich eingehend mit der Geschichte der Zehnkaseralm auseinanderzusetzen. Bei den akribischen Recherchen kam zutage, dass diese wohl die älteste kultivierte Almfläche des Untersbergs bildet. Wegen ihrer Grenzlage kam es bereits im Mittelalter zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen Salzburger und Berchtesgadener Untertanen. In der Folge behaupteten die von der Gmain stammenden Almbauern ihre Rechte, ehe diese im Verlaufe des 19. Jahrhunderts entfremdet und erst in jüngster Zeit – vor dem Hintergrund dieser Recherchen – mühsam wiedererlangt wurden. Neben dem rechtshistorischen Aspekt beschäftigt sich der Vortrag mit dem jahrhundertelangen Leben und Wirtschaften auf der Zehnkaseralm, deren Geschichte beispielhaft für die Almen im Berchtesgadener Land gelten kann.
Kooperation mit dem DAV, Sektion Bad Reichenhall.
Eintritt frei, Spenden erbeten!
Mittwoch
- 4. März 2026
- 19:30 Uhr
- ReichenhallMuseum
Vortrag: Jenseitsreisen, Geistermetten und Moderne Märchen. Die Entstehung des Untersberg-Mythos
PD Dr. Johannes Lang, Historiker und Stadtheimatpfleger
Reichenhall und sein Umland spielten eine wesentliche Rolle für das Gedeihen der heute weitum berühmten Untersbergsagen. In jahrzehntelanger Forschungsarbeit gelang es dem Vortragenden, den Ausgangspunkt und die vielfältigen Verflechtungen, die zum Entstehen dieses umfangreichen Erzählfundus beigetragen haben, zu entschlüsseln. Dabei wird ersichtlich, dass bereits die Sagensammler des 19. Jahrhunderts in der Mehrheit Erzähltes ergänzten, veränderten oder sogar frei erfanden. In den letzten Jahren feiern Moderne Märchen, die mit dem Gebirgsstock in Verbindung gebracht werden, fröhliche Urständ. Umso wichtiger erscheint es, sich den Ursprüngen dieses Mythos anzunähern.
Kooperation mit dem DAV, Sektion Bad Reichenhall.
Eintritt frei, Spenden erbeten!
Mittwoch
- 25. März 2026
- 19:30 Uhr
- ReichenhallMuseum
Ganztages-Exkursion: Ein Lager für Displaced Persons: Der Erinnerungsort Badehaus und das ehemalige DP-Camp Föhrenwald, Wolfratshausen
PD Dr. Johannes Lang, Historiker und Stadtheimatpfleger
Anmeldungen sind erst ab dem 16. Mai 2026 möglich und nur unter Telefon 08656 / 235 (Reiseunternehmen Kirchner). Der Bus fährt um 9 Uhr beim Beamtenstock (Salinenstraße) ab. Zuvor werden die Haltestellen in Aufham (8.20 Uhr), Piding, Mauthausen-Schloßweg (8.30 Uhr), an der Ecke Münchner Allee-Barbarossastraße (8.40 Uhr), am Haus der Jugend (8.45 Uhr) und beim Kurgastzentrum (8.50 Uhr) angefahren. Näheres zu der Veranstaltung wird rechtzeitig im „Reichenhaller Tagblatt“ bekannt gegeben.
Samstag
- 13. Juni 2026
- 09:00 Uhr
- Siehe Beschreibung
Besichtigung: Schindelmacherei Rapold
Führung mit Erklärungen durch die Schindelmacherei Rapold in Kirchberg.
Mit Andreas Hirsch, Schriftführer.
Samstag
- 10. Oktober 2026
- 15:00 Uhr
- Thumseestraße 21, Bad Reichenhall
Vortrag: Tikwah – die Hoffnung, das Reichenhaller Lager für „Displaced Persons“ 1946–1951
PD Dr. Johannes Lang, Historiker und Stadtheimatpfleger
Unzählige Menschen, vor allem aus Osteuropa und insbesondere Juden, waren während der Kriegszeit verschleppt und als Zwangsarbeiter eingesetzt worden. Für diese so genannten „Displaced Persons“ (DPs), die sich selbst als „Entwurzelte“ bezeichneten, richtete eine mit der alliierten Militärregierung zusammenarbeitende Organisation der Vereinten Nationen im Frühjahr 1946 ein Lager in den ehemaligen Reichenhaller Wehrmachtskasernen ein. Mit zeitweise bis zu 6.000 DPs, eigenen Schulen, einem Krankenhaus, einer Zeitungsredaktion und Handwerksbetrieben war das hiesige Lager eines der größten seiner Art in der Amerikanischen Besatzungszone. Eine eigene Polizei und Gerichtsbarkeit unterstrichen den Sonderstatus der Einrichtung. Das Zusammenleben der einheimischen Bevölkerung wie auch der nur vorübergehend hier ansässigen DPs gestaltete sich nicht selten problematisch. Zwei jüdische Kongresse, die im Kurhaus stattfanden, trugen letztlich dazu bei, dass man dem Plan zur Gründung eines eigenen Staates Israel näherkam. Auf teils abenteuerlichen Pfaden erfolgte innerhalb weniger Jahre die Auswanderung in das ersehnte Israel, aber auch nach Kanada, die USA und Australien.
Eintritt frei, Spenden erbeten!
Mittwoch
- 28. Oktober 2026
- 19:30 Uhr
- ReichenhallMuseum
Workshop: Historische Filmdokumente aus den Beständen des Hotels „Deutscher Kaiser“- die 50er und 60er Jahre
Dr. Evi Jung, Kunsthistorikerin und Herbert Hofmann, Medientechniker
Über Jahrzehnte schlummerten in den Dachböden des ehemaligen Hotels „Deutscher Kaiser“ etliche Filmspulen, die nunmehr digitalisiert wurden und einen filmischen Schatz darstellen: Seit den 1920er Jahren hatte Victor Jung das gesellschaftliche, sportliche und politische Leben in Bad Reichenhall und der Region auf Zelluloid gebannt, so dass ein aus heutiger Sicht faszinierendes Dokument entstanden ist. Nach der Präsentation der Filmschätze aus den 1920er und 1930er Jahren sind nun die 1950er und 1960er Jahre dran. Vieles von dem Gezeigten mutet heute fremd an, weshalb die Veranstaltung dazu dienen soll, mehr Licht ins Dunkel zu bringen. Damit verbunden ist auch ein Aufruf an Alteingesessene, die vielleicht das eine oder andere Rätsel um Personen und Veranstaltungen lüften können.
Eintritt frei, Spenden erbeten!
Mittwoch
- 11. November 2026
- 19:30 Uhr
- ReichenhallMuseum
Heimatkundlicher Hoagascht im ReichenhallMuseum
Das Wort „Hoagascht“ bedeutete einst so viel wie bei jemandem zu Besuch zu sein. Am Freitag vor dem Ersten Advent öffnet das ReichenhallMuseum seine Tore zu einem Hoagascht, der geprägt sein wird von heimatkundlichen Geschichten, Lehrreichem, Besinnlichem und Heiterem und vor allem von einem gemütlichen Zusammensein. Glühwein und weihnachtliches Gebäck werden diesen besonderen Nachmittag (15-17 Uhr) zusätzlich versüßen.
Anmeldung erbeten im ReichenhallMuseum ab dem 3. November 2025 (Tel. 08651/7149939).
Eintritt frei, Spenden erbeten!
Freitag
- 27. November 2026
- 15:00 Uhr
- ReichenhallMuseum
Die Vorträge finden – wenn nichts anderes angegeben ist – im ReichenhallMuseum, Getreidegasse 4, statt.
Allgemeine Hinweise zu unseren Veranstaltungen
Programmänderungen bleiben stets vorbehalten. Unsere Veranstaltungen werden ehrenamtlich organisiert. Eine Haftung für Unfälle jeglicher Art wird nicht übernommen. Die Veranstaltungen werden im „Reichenhaller Tagblatt“ vorher angekündigt und im Vereinsschaukasten Ludwigstraße 1 bekannt gegeben.
Bitte beachten Sie, dass die Fahrten mit gemieteten Bussen durchgeführt werden und nur bei ausreichender Teilnehmerzahl stattfinden können. Die Abfahrt von Bad Reichenhall erfolgt stets vom Ämtergebäude (Beamtenstock) in der Salinenstraße. Es gibt sowohl bei der Hin- als auch Rückfahrt Bedarfshaltestellen: in Piding an der Haltestelle „Mauthausen Schloßweg“, in Bad Reichenhall in der Münchner Allee bei der Einmündung der Barbarossastraße, am „Haus der Jugend“ und am „Kurgastzentrum“. Näheres zu den Terminen entnehmen Sie bitte unseren Ausschreibungen im „Reichenhaller Tagblatt“. Gäste sind jederzeit herzlich willkommen. Anmeldungen für die Fahrten nimmt das Reisebüro Simon Kirchner (Tel. 08656/235; Fax: 08656/1269) entgegen.
Bei den Vorträgen, die im ReichenhallMuseum stattfinden, ist der Eintritt frei, freiwillige Spenden sind erbeten, Gäste herzlich willkommen.
Das ReichenhallMuseum befindet sich an der Getreidegasse 4 in Bad Reichenhall.
Vergangene Termine
Heimatkundlicher Hoagascht im ReichenhallMuseum
Das Wort „Hoagascht“ bedeutete einst so viel wie bei jemandem zu Besuch zu sein. Am Vorabend zum Ersten Advent öffnet das ReichenhallMuseum seine Tore zu einem Hoagascht, der geprägt sein wird von heimatkundlichen Geschichten, Lehrreichem, Besinnlichem und Heiterem und vor allem von einem gemütlichen Zusammensein. Glühwein und weihnachtliches Gebäck werden diesen besonderen Nachmittag zusätzlich versüßen.
Anmeldung erbeten im ReichenhallMuseum ab dem 4. November 2025 (Tel. 08651/7149939).
Eintritt frei, Spenden erbeten!
Samstag
- 29. November 2025
- 15:00 Uhr
- ReichenhallMuseum
Vortrag: Perchten, Rauhnacht und Wilde Jagd – Die Ursprünge des winterlichen Brauchtums in der Region
PD Dr. Johannes Lang, Historiker und Stadtheimatpfleger
Der Brauch des Perchtenlaufens wird heute gemeinhin mit der Zeit um Weihnachten und den so genannten Rauhnächten in Verbindung gebracht. Bei genauerer Prüfung wird allerdings erkennbar, dass die Perchten ursprünglich eng mit der Faschingszeit verflochten waren, die wiederum ihre Wurzeln in den aus römischer Zeit stammenden so genannten Saturnalien haben. Die seit den Gebrüdern Grimm im frühen 19. Jahrhundert fröhliche Urständ’ feiernde Deutung als kultisches Ritual ist ebenso zu hinterfragen wie die vermeintlich Jahrtausende alte Herkunft dieser Bräuche. Im Falle der „Wilden Jagd“, die in der öffentlichen Wahrnehmung inzwischen hauptsächlich mit dem Untersberg in Verbindung gebracht wird, lässt sich sogar nachweisen, dass diese erfundene Tradition erst im Jahre 1949 eingeführt wurde, heute aber das Image eines uralten Brauchtums vermittelt.
Eintritt frei, Spenden erbeten!
Mittwoch
- 26. November 2025
- 19:30 Uhr
- ReichenhallMuseum
Vortrag: Die Alm an der Grenze. Geschichte der Zehnkaseralm auf dem Untersberg
PD Dr. Johannes Lang, Historiker und Stadtheimatpfleger
Ein Almrechtestreit rief den Referenten vor rund 15 Jahren auf den Plan, sich eingehend mit der Geschichte der Zehnkaseralm auseinanderzusetzen. Bei den akribischen Recherchen kam zutage, dass diese wohl die älteste kultivierte Almfläche des Untersbergs bildet. Wegen ihrer Grenzlage kam es bereits im Mittelalter zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen Salzburger und Berchtesgadener Untertanen. In der Folge behaupteten die von der Gmain stammenden Almbauern ihre Rechte, ehe diese im Verlaufe des 19. Jahrhunderts entfremdet und erst in jüngster Zeit – vor dem Hintergrund dieser Recherchen – mühsam wiedererlangt wurden. Neben dem rechtshistorischen Aspekt beschäftigt sich der Vortrag mit dem jahrhundertelangen Leben und Wirtschaften auf der Zehnkaseralm, deren Geschichte beispielhaft für die Almen im Berchtesgadener Land gelten kann.
Der Vortrag findet in Kooperation mit der DAV-Sektion Bad Reichenhall statt.
Eintritt frei, Spenden erbeten!
Mittwoch
- 15. Oktober 2025
- 19:30 Uhr
- ReichenhallMuseum
Ganztages-Exkursion: Bauernland, Alpenübergänge und Schatzkammer: Reise in den Pinzgau
Dr. Johannes Lang, Stadtheimatpfleger
Anmeldungen sind erst ab dem 03. Mai möglich und nur unter Telefon 08656 / 235 (Reiseunternehmen Kirchner).
Der Bus fährt um 9 Uhr beim Beamtenstock (Salinenstraße) ab. Zuvor werden die Haltestellen in Aufham (8.20 Uhr), Piding, Mauthausen-Schloßweg (8.30 Uhr), an der Ecke Münchner Allee-Barbarossastraße (8.40 Uhr), am Haus der Jugend (8.45 Uhr) und beim Kurgastzentrum (8.50 Uhr) angefahren. Näheres zu der Veranstaltung wird rechtzeitig im „Reichenhaller Tagblatt“ bekannt gegeben.
Samstag
- 31. Mai 2025
- 09:00 Uhr
Maiandacht an der Schinderkapelle
Wittelsbacherstraße 2 b
Freitag
- 16. Mai 2025
- 19:00 Uhr
- Schinderkapelle
Vortrag: „Das Gewand der Heimat“ – Kleidung im Reichenhaller Tal
Andreas Hirsch, Schriftführer des Vereins für Heimatkunde
Der Referent hat im ReichenhallMuseum eine Ausstellung über die Geschichte der Kleidung im Reichenhaller Tal erarbeitet.
Sein Vortrag beleuchtet die Entwicklung im Reichenhaller Raum vom Frühmittelalter bis heute. Als nach der Französischen Revolution die Kleidervorschriften für die unterschiedlichen Stände entfielen, orientierte sich die Bevölkerung zunehmend an der internationalen Mode.
Die Wittelsbacher versuchten im 19. Jh. durch verschiedene Maßnahmen eine bayerische Nationaltracht oder Volkstracht zu etablieren. Jedoch erst mit der Gründung von Gebirgstrachten-Erhaltungsvereinen ab den 1880er Jahren kamen Trachtengewänder verbreitet in Mode. Dies hing auch mit dem Aufschwung des Tourismus in den Alpen zusammen. Auch die Nationalsozialisten nutzten Tracht für ihre Zwecke. Heute werden die oberbayerischen Gebirgstrachten als starkes Symbol für den gesamten Freistaat Bayern, dessen BewohnerInnen, die „bayerische Lebensart“ und Mentalität wahrgenommen.
Eintritt frei, Spenden erbeten!
Mittwoch
- 7. Mai 2025
- 19:30 Uhr
- ReichenhallMuseum
Vortrag: Zerstörung – Kriegsende – Stunde Null. Bad Reichenhall im Jahr 1945
PD Dr. Johannes Lang, Historiker und Stadtheimatpfleger
Obwohl zu Jahresbeginn 1945 die Deutsche Wehrmacht an allen Fronten rasant zurückgedrängt wurde, glaubte man den Raum um Bad Reichenhall weiterhin geschützt. Entsprechend begehrt war die Stadt als Rückzugsgebiet für Ausgebombte, für Flüchtlinge, für verletzte Soldaten und für die im Rahmen der Kinderlandverschickung hierher gebrachten Kinder und Jugendlichen. Doch die vermeintliche Sicherheit erwies sich als tödliche Illusion. Dem alliierten Bombenangriff auf Bad Reichenhall am 25. April fielen mehr als 200 Menschen zum Opfer, während die Gebäude in der Stadt einen hohen Grad an Zerstörung erfuhren, der das Wohnraumproblem weiter befeuerte. Zwar gab es das Ansinnen einiger Militärs, die Stadt bis zum letzten Blutstropfen zu verteidigen, durchgesetzt haben sich aber jene, die eine kampflose Übergabe Bad Reichenhalls an die US-amerikanischen Truppen herbeiführten. Es folgte eine hektische Zeit, auch geprägt von Verbrechen; erst die Errichtung einer Militärregierung führte zu geordneten Verhältnissen. Nun galt es, die Grundlagen für ein künftiges Zusammenleben zu schaffen.
Eintritt frei, Spenden erbeten!
Freitag
- 25. April 2025
- 19:30 Uhr
- ReichenhallMuseum
Unsere Stadt im Film – Wer kennt wen? Historische Filmdokumente aus den Beständen des Hotels „DeutscherKaiser“ (dritter Termin)
Dr. Evi Jung, Kunsthistorikerin und Herbert Hofmann, Medientechniker
Über Jahrzehnte schlummerten in den Dachböden des ehemaligen Hotels „Deutscher Kaiser“ etliche Filmspulen, die nunmehr digitalisiert wurden und einen filmischen Schatz darstellen: Seit den 1920er Jahren hatte Victor Jung das gesellschaftliche, sportliche und politische Leben in Bad Reichenhall und der Region auf Zelluloid gebannt, so dass ein aus heutiger Sicht faszinierendes Dokument entstanden ist. Vieles von dem Gezeigten mutet heute fremd an, weshalb die Veranstaltung dazu dienen soll, mehr Licht ins Dunkel zu bringen. Damit verbunden ist auch ein Aufruf an Alteingesessene, die vielleicht das eine oder andere Rätsel um Personen und Veranstaltungen lüften können.
Eintritt frei, Spenden erbeten!
Mittwoch
- 12. März 2025
- 19:30 Uhr
- ReichenhallMuseum
Vortrag: „Moschlanas’n – bitte was?“ Berg-, Flur und Ortsnamen rund um Reichenhall und ihre Bedeutung (zweiter Termin)
PD Dr. Johannes Lang, Stadtheimatpfleger und Mitglied im D.A.V.
Dreisesselberg, Untersberg oder Stadtberg – das sind nur einige der geläufigen Bergnamen rund um Bad Reichenhall. Doch was bedeuten sie? Während die wenigsten Namen bis in vorrömische Vergangenheit zurückreichen, haben sich die meisten erst seit dem Mittelalter gebildet. Der Vortrag versucht, die Bedeutung der Namen historisch, etymologisch und sprachwissenschaftlich einzuordnen und zu klären.
Der Vortrag findet in Kooperation mit der DAV-Sektion Bad Reichenhall statt.
Eintritt frei, Spenden erbeten!
Mittwoch
- 19. Februar 2025
- 19:30 Uhr
- ReichenhallMuseum
Jahreshauptversammlung
Die Jahreshauptversammlung findet im ReichenhallMuseum, Getreidegasse 4, statt.
Alle Tagesordnungspunkte werden rechtzeitig als Einladung im „Reichenhaller Tagblatt“ veröffentlicht. (Wünsche und Anträge sind bis spätestens 11.02.2024 schriftlich beim Verein für Heimatkunde Bad Reichenhall und Umgebung e.V., Untersbergstraße 2, Bad Reichenhall einzureichen).
Tagesordnung
1. Begrüßung und Totenehrung
2. Bericht über das Vereinsjahr 2024
3. Rechenschaftsbericht der Kassierin und Bericht der KassenprüferIn
4. Aussprache und Entlastung der Vorstandschaft
5. Ehrungen
6. Neuwahl des Beisitzers 2
7. Vorschau auf Projekte und Veranstaltungen im Jahr 2025
8. Wünsche und Anträge
Freitag
- 14. Februar 2025
- 19:30 Uhr
- ReichenhallMuseum